Jiaozi nach Jennifer Joyce


Ich habe eine absolute Schwäche für Teigtaschen, ganz besonders für asiatische. Schon lange wollte ich selbst welche machen und als ich nun in meinem liebsten Asia-Laden fertigen Gyoza- und Dumplingteig sah, wusste ich: Jetzt! Und so durchstöberte ich zuhause meine Kochbücher und entschied mich für zwei unterschiedliche Rezepte, die beide überwiegend die gleichen Zutaten haben: Schweinehackfleisch, Frühlingszwiebeln und Ingwer.

Gyoza und Jiaozi, das war mein Plan ‒ und mir fiel erst später auf, dass das eigentlich das gleiche ist: Gyoza ist japanisch, Jiaozi ist chinesisch.



Das erste Rezept stammt aus dem Buch "Streetfood" von Jennifer Joyce. Eigentlich wird der Teig hier selbst gemacht ‒ aus Mehl, Salz und Öl auch wirklich kein Hexenwerk ‒ aber ich hatte ja bereits Teigblätter gekauft und wollte mir die Zeit und Arbeit daher gern sparen. Die Vorbereitung und Füllung ist auch so noch genug Arbeit!
 
Zutaten für rund 50 Teigtaschen:

50 Teigblätter für Gyoza, Dumplings oder Wan Tan

1 Stück Ingwer, rund 3 cm, geschält und grob gehackt
1 Knoblauchzehe, geschält
4 Frühlingszwiebeln, gehackt
10 Wasserkastanien, aus der Dose
300 g Schweinehack
3 TL Shaoxing (chinesischer Reiswein; alternativ Sherry)
3 TL Erdnussöl
3 TL Sojasauce
2 TL Speisestärke und mehr zum Arbeiten

Für die Sauce:

50 ml Chinkiang-Essig (alternativ Balsamico)
1 1/2 EL geriebener Ingwer
2 EL Erdnussöl
ein TL Chiliflocken
3 TL Zucker
50 ml helle Sojasauce

Zubereitung:

Ingwer, Knoblauch, Frühlingszwiebeln und Wasserkastanien in einer Küchenmaschine zerhacken. Mit dem rohen Schweinehack mischen und Shaoxing, Erdnussöl, Sojasauce und 2 TL Stärke zugeben. Alles vermischen.

Ein Schälchen mit Wasser und die Teigblätter bereitstellen, ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit Stärke bestäuben. Den Teigkreis in die Hand nehmen, je 1 TL Füllung in die Mitte geben. Die Ränder mit Wasser benetzen, dann den Teig nach oben zusammenfalten und zu einem Halbkreis schließen, dabei leicht falten. Auf das vorbereitete Blech legen. 






So weiter verfahren bis alle Teigstücke gefüllt sind, das geht am besten mit Hilfe und ist eigentlich sogar eine nette Gemeinschaftsbeschäftigung. Jetzt kann man einen Teil der Teigtaschen optional im Kühlschrank für maximal 24 Stunden oder im Tiefkühlfach für maximal 3 Monate aufbewahren, wenn man nicht alles auf einmal kochen möchte.

In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen und eine Schüssel mit 250ml kaltem Wasser bereitstellen. Wenn das Wasser kocht, das kalte Wasser und zehn Teigtaschen in den Topf geben. 5 Minuten garen, bis das Wasser wieder siedet bzw. kocht und die Teigtaschen an der Oberfläche schwimmen. Mit einem Schaumlöffel herausholen und auf eine Platte legen. Leicht ölen, damit sie nicht zusammenkleben. Erneut 250 ml kaltes Wasser und zehn Teigtaschen in den Topf geben und so fortfahren bis alle Teigtaschen gekocht sind.

Für die Sauce alle Zutaten mischen und diese zu den heißen Jiaozi reichen.

Jiaozi nach Jennifer Joyce | https://kuechenliebelei.blogspot.com/2017/10/jiaozi-nach-jennifer-joyce.html

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Das tolle an diesem Rezept ist, dass die Zutaten alle roh in den Teig gehüllt und die Teigtaschen dann gekocht werden. Dadurch wird der Teig weich und die Füllung ist richtig schön saftig. Und auch die Aromen sind sehr intensiv: Der Ingwer ist schön scharf, die Frühlingszwiebel noch etwas knackig, die Wasserkastanie leicht nussig.

Bei mir gab es zu diesen Jiaozi noch eine weitere Sorte Gyoza und dazu pfanngerührte Bohnen, beide Rezepte folgen. Und ich bin mir darüber hinaus sehr sicher, dass noch viele gefüllte Teigtaschen kommen werden. Es ist zwar ein wenig Aufwand, lohnt sich aber absolut!






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