Gyoza nach Nigel Slater

Nach meinem Auftakt mit einer großen Portion Jiaozi und den dezenteren Bohnen als Beilage geht es mit diesem Rezept für Gyoza weiter. Es stammt aus Nigel Slaters Kochbuch "Ein Jahr lang gut essen". Dieses Kochbuch gehört zu einem meiner liebsten Bücher, weil es sich wie eine große Liebeserklärung ans Essen liest.

Gyoza nach Nigel Slater | https://kuechenliebelei.blogspot.com/2017/10/gyoza-nach-nigel-slater.html

Im Unterschied zu dem Rezept Jennifer Joyces wird die Füllung für dieses Rezept zuvor angebraten. Und auch die Teigtaschen selbst werden erst kurz gebraten, dann gedämpft und noch einmal gebraten. So werden die Gyozi leicht knusprig. Zum Schweinehack und Ingwer gesellen sich in der Füllung Frühlingszwiebel und Spinat.

Ich habe das Rezept ein kleines bisschen abgwandelt und an meine Zutaten angepasst. Zu den Gyoza, die in der Pfanne gebraten und gedämpft werden, wird eine dunkle, aromatische Sauce gereicht.

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Zutaten für rund 40 Gyoza:

500 g frischen Blattspinat

etwas Erdnussöl
12 Stängel Frühlingszwiebel
6 Knoblauchzehen
ein großes Stück Ingwer
550 g Schweinehack
1 große Prise Zucker
2 TL Sojasauce
etwas Pfeffer frisch aus der Mühle

40 Blätter Gyoza-Teig
Stärke zum Bestreuen von Tellern/Arbeitsfläche
Öl zum Braten
100 ml Wasser

Für die Sauce:

2 TL Zucker
2 EL Reiswein
2 EL Zitronensaft
2 TL Erdnussöl
2 EL Reisweinessig
4 TL süße Chilisauce
2 EL dunkle Sojasauce

Zubereitung:

Den Blattspinat waschen und verlesen. Noch nass in eine große Pfanne geben und bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel erhitzen, bis der Spinat leicht zusammenfällt. Abgießen und gut ausdrücken, dann grob zerhacken.

Die Frühlingszwiebeln fein hacken und in einer Pfanne in etwas Öl anschwitzen. Knoblauch und Ingwer hacken oder mit einer Presse zerdrücken und dazugeben. Schweinehack hinzugeben und rund 10 Minuten mit anbraten, dabei gut zerteilen. Sojasauce, Zucker und Pfeffer zugeben und damit abschmecken. Zur Seite stellen und abkühlen lassen.

In der Zeit alle Zutaten für die Sauce in einen kleinen Topf geben, aufkochen und 2-3 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Die Gyoza-Teigstücke sowie eine Schüssel mit Wasser bereitstellen. Je einen gehäuften TL der abgekühlten Masse auf die Mitte eines Teigstücks setzen, die Ränder mit Wasser bestreichen und mittig zu einem Halbkreis fest zusammendrücken. Dabei den Rand leicht zusammenfalten. Die gefalteten Gyoza auf einem mit Stärke bestäubten Teller sammeln.

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Eine dünne Schicht Öl in eine Pfanne geben und erhitzen. Die Teigtaschen mit der Falz nach oben in die Pfanne setzen und anbraten, bis der Boden leicht gebräunt ist. 100 ml Wasser zugießen, den Deckel aufsetzen und 5 Minuten dämpfen. Den Deckel abnehmen, das Wasser verdampfen lassen und die Gyoza vorsichtig herausheben und mit der Sauce servieren.

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Für mich waren diese Gyoza noch ein bisschen besser als die Jiaozi, muss ich gestehen. Und auch die Sauce dazu fand ich aromatischer. Die übrig gebliebenen Teigtaschen konnte man übrigens ganz wunderbar noch ein weiteres Mal in der Pfanne anbraten und die allerletzten habe ich am Ende sogar kalt gegessen. Aber ich bin auch wirklich ein ausgesprochener Teigtaschenliebhaber!

Es wird also bald einmal wieder Zeit für eine neue Runde, für neue Rezepte!

Bis bald!

Eure







4 Kommentare:

  1. Hallo Marie-Louise,
    mh... deine Gyoza sehen sehr gut aus! Und die Füllung von Nigel Slater gefällt mir auch richtig. Das Füllen und Falten ist sowieso genau das Richtige bei kaltem Wetter.
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Danke, liebe Eva, für Deinen netten Kommentar hier! Ja, das besinnliche Gyoza-Füllen- und Falten, zu zweit, Seite an Seite...das hat schon was! : )
      Liebe Grüße!

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  2. Über die Zwiebelkuchen-Rettungsaktion bin ich auf deinen Blog gekommen und hab gleich die Gyoza gefunden... die ich so sehr liebe!
    Ich hab auch schon welche gemacht, mag aber den TK-Fertigteig nicht so.
    Hast du Tips für den Teig? (Welchen kaufen... wie selber machen..?)
    Danke und liebe Grüße :)
    Mimi

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    1. Hallo liebe Mimi,

      schön, dass Du hergefunden hast! Ich muss gestehen - ich habe die Gyoza-Blätter fertig im Asiamarkt meines Vertrauens gekauft. Dort gibt es aber zu zig verschiedene Sorten und die einen (Gyozateig) haben mir besser gefallen als die anderen (Dumpling-Teig). Ich hatte beide Teige aus dem Tiefkühler, weil es doch einfach nochmal Arbeit spart. Bei meinem Streetfood-Buch vin Jennifer Joyce war aber auch ein Teigrezept angegeben...aber das habe ich eben noch nicht ausprobiert. : )

      Liebe Grüße!

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