Über Oliven

Mein persönlicher Oliven-Werdegang


Jahre lang lebte ich in der festen Überzeugung, keine Oliven zu mögen. Öfter hatte ich schon welche probiert und kam immer wieder zu dem selben Schluss. Und dann bekam ich ein Jobangebot für den Verkauf von südländischen Spezialitäten. Das Sortiment dort war vielfältig, bestand aber rund zur Hälfte aus...natürlich, Oliven. Beim Vorstellungsgespräch verschwieg ich einfach mal, dass ich die kleinen runden Dinger nicht leiden kann und fokussierte mich auf die vielen anderen Leckereien. Ich bekam den Job und nahm mir vor, alles über unsere verschiedenen Oliven zu lernen und jede auch mal zu probieren. Und relativ schnell stellte ich fest, dass die Olivenvielfalt tatsächlich (!) unglaublich groß ist. Und ich stellte außerdem fest, dass ich zwei unserer Olivensorten tatsächlich mag.

Kleine Unterschiede 


Die kleinen, schrumpligen, wirklich schwarzen Oliven, die aus Marokko kommen und die grünen, ganz festen, griechischen, die wir in einer unglaublich leckeren Marinade aus Zitronenmelisse und Knoblauch verkaufen. Meine Vorliebe für die marokkanischen Oliven kann man übrigens auch auf dem Blog leicht erkennen, da ich sie immer wieder für Gerichte verwende, z. B. für die Olivenbrote, die Tapenade, oder diverse Brotaufstriche.

Nach und nach lernte ich aber auch die meisten anderen unserer Oliven sehr schätzen und habe fast immer welche im Haus, die ich zu den verschiensten Dingen esse. Die rötlichen, kräftigen, leicht sauren, griechischen Kalamata-Oliven oder die dicken, grünen, griechischen Oliven, die wir mit Knoblauch gefüllt und mit getrockneten Tomaten mariniert verkaufen oder auch die spanischen, ganz milden Oliven, die man immer und zu allem servieren kann.

Es gibt, glaube ich, zwei Olivensorten, die wir verkaufen, die ich nicht mag. Das sind die, die eine sehr säuerlich-bittere Note haben, mit denen ich nicht viel anfangen kann: Eine rötliche, portugiesische Olive und die klassische grüne Picholine-Olive.

Oliven aus dem Glas?


Da der Markt bei uns nur einmal in der Woche ist, meine Olivenlust mich mittlerweile aber immer öfter überkommt, muss ich gestehen, dass ich manchmal auch Oliven aus dem Glas kaufe, im Supermarkt. Ich finde aber, dass man dort schon einen deutlichen Qualitätsunterschied (aber auch einen entsprechenden deutlichen Preisunterschied) erkennt!
Es lohnt sich also schon, zum Markstand des Vertrauens zu gehen und sich dort durch die Oliven zu probieren um die Olive zu finden, die am besten zum eigenen Geschmack und dem Verwendungswunsch passt. Trotzdem bleibe ich offen, für alle Oliven, die mir über den Weg laufen.

Und was ist mit dem Stein?


Wenn ich weiß, dass ich die Oliven weiterverwenden will, dann kaufe ich übrigens lieber entsteinte Oliven. Wenn ich die Oliven direkt pur essen möchte, dann sind mir hingegen die mit Stein lieber, da sie etwas aromatischer sind und auch länger haltbar sind.



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