China: Brötchen mit Schweinebraten


Was früher noch unmöglich war ist heute ganz einfach: Heute in New York, morgen in China. Wir müssen nur in den Flieger steigen und rund 20 Stunden später befinden wir uns in einer ganz anderen Kultur. Und hier gibt es unzählige Köstlichkeiten! Und daher verrate ich Euch heute im Grunde direkt zwei Rezepte. Denn für die kleinen gefüllten Brötchen müsst ihr erst einmal den Schweinebraten zubereiten. Es ist ein bisschen mehr Arbeit, für dieses Rezept, das stimmt. Aber es lohnt sich wirklich!





Für den Schweinebraten (ergibt 4-8 Portionen; für die Brötchen bräuchte man 300 g des fertigen Gerichts):

1-2 Schweinelenden (375-500g Gesamtgewicht)

2 EL helle Sojasauce
1,5 TL dunkle Sojasauce
1,5 EL Zucker
1,5 TL Fünf-Gewürze-Pulver
0,75 TL Natron
1 TL zerdrückter Knoblauch
1,5 EL Pflanzenöl


Zu den Zutaten:

Die meisten Zutaten bekommt man im gewöhnlichen Supermarkt - den Rest habe ich im gut sortierten Asiamarkt gefunden.

Die Zubereitung :

Das Fleisch von Sehnen, Haut und Fett befreien. Längs halbieren und dann die Hälften quer in 15cm große Stücke schneiden.

Für die Marinade alle übrigen Zutaten vermischen.

Nun das Fleisch für mindestens 1,5 Stunden, gerne aber auch über Nacht, marinieren. Dafür habe ich es mit der Marinade in einen Gefrierbeutel gegeben, zugeknotet, gut durchgemischt und in den Kühlschrank gestellt. So wird alles gleichmäßig mariniert.



Den Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen. Ein Rost auf der zweithöchsten Schiene mit aufheizen. Die Fettpfanne mit 250ml Wasser füllen und unter dem Rost einschieben.

Wenn der Ofen vorgeheizt ist, das Fleisch mit Abstand zueinander auf dem Rost verteilen und 12 Minuten backen, dann umdrehen und noch einmal 5 Minuten backen. Dann sollte die Oberfläche schön glänzen, am Rand schon gut gebräunt und innen noch rosig sein.



Aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden 6 Minuten ruhen lassen. Dann entweder aufschneiden und sofort servieren (beispielsweise mit Reis und Spinat) oder abkühlen lassen. Das Fleisch schmeckt auch kalt. Oder weiter verwenden für die gefüllten Brötchen:



Für 20 Brötchen:

Für den Vorteig:

150 g Weizenmehl
60 g Puderzucker
1,5 TL Trockenhefe
180 ml  lauwarmes Wasser

Für die Füllung:

300 g Schweinebraten (siehe oben), klein gewürfelt
1,5 EL Hoisinsauce
1 EL Maisstärke, in 3 EL Wasser gelöst

Für den Teig:

225 g Weizenmehl
2 TL Backpulver
1,5 EL Schweineschmalz, geschmolzen oder Pflanzenöl
80 ml lauwarmes Wasser


Zu den Zutaten:

Das meiste habe ich im Haus, Schweineschmalz gibt es im normalen Supermarkt, Hoisinsauce habe ich im Asiamarkt gekauft.

Man braucht für dieses Rezept entweder Dampfkörbe oder einen Dampfgarer.

Die Zubereitung :

Als erstes muss man den Vorteig ansetzen: Das Mehl dafür sieben und mit Hefe, Zucker und Wasser vermischen. Zu einem flüssigen Teig verrühren, mit Frischhaltefolie abdecken und an einem warmen Ort 3 Stunden gehen lassen. Der Hefeteig blubbert dann und hat mindestens die doppelte Größe.



Für die Füllung den gewürfelten Schweinebraten mit Hoisinsauce und der aufgelösten Stärke in einem kleinen Topf vermischen und kurz erhitzen, bis das Fleisch mit der Sauce rundherum benetzt ist.

Für den Teig das Mehl mit dem Backpulver mischen und in eine Schüssel sieben. Das geschmolzene Schmalz, das Wasser und den Vorteig dazugeben und alles mit den Händen vermischen. Der Teig ist enorm klebrig, Achtung!



Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer 50 cm langen Rolle formen und in 20 Stücke zu je 2,5 cm schneiden. Jedes Stück zu einer Kugel formen und mit den Händen zu einem Fladen formen. Gut 2 Teelöffel der Füllung in die Mitte geben, den Teig darüber zusammenschlagen und fest andrücken.





Die Brötchen in den Einsatz der Dampfkörbe oder des Dampfgarers legen, dabei genug Abstand lassen. Außerdem die Brötchen mit kleinen Backpapierstücken voneinander abtrennen. 10 Minuten gehen lassen.


Dann entweder Wasser in den Dampftopf füllen, zum Kochen bringen, die Dampfkörbe einsetzen, den Topf schließen und 8 Minuten dämpfen oder im Dampfgarer bei 100 Grad für 8 Minuten dämpfen. Die Brötchen gehen auf und bekommen eine trockene Oberfläche. Dann sofort servieren.


Zum Rezept: 

Beide Rezepte sind gut verständlich und ließen für mich keine Fragen offen.


Das Ergebnis:

Schon der Schweinebraten pur ist einfach unglaublich lecker, finde ich. Er ist wunderbar saftig, außen teilweise knusprig. Die Marinade ist würzig, salzig und süß - für mich eine tolle Kombination. Es gab den Schweinebraten bereits einmal als Hauptspeise für uns, mit Spinat, das gefiel mir sehr.

Und auch die Schweinebratenbrötchen haben und rundum begeistert. Das Ergebnis sah nicht so aus wie im Buch: da war die Füllung nämlich wesentlich dunkler und saftiger. Trotzdem waren die Brötchen sehr lecker.



Wir haben einen kleinen Dip dazu gemacht, aus dunkler Sojasauce und Hoisinsauce. Mein Schwiegervater, der die Brötchen ebenfalls gut fand, merkte an, dass sie vielleicht etwas länger im Dampfgarer hätten sein können. Der Teig war noch sehr weich, nicht so fest wie er auf den Bildern im Buch aussieht.

Das Rezept ist definitiv ein wenig aufwändiger - lohnt sich aber meiner Meinung nach auf jeden Fall. Die Brötchen eignen sich sowohl als Vorspeise, als auch als Hauptgericht (vielleicht könnte man einen Salat dazu reichen), aber sind auch als Kleinigkeit zwischendurch sehr zu empfehlen. Die Brötchen sind relativ klein, 20 davon sind also nicht so viel wie es klingt. Bei uns wird es sie sicher wieder geben!


Genießt die Zeit hier, bevor es weiter in den Süden geht!
Bis bald und kommt heil an!

Eure


Anmerkung: Dieses Rezept stammt aus dem Buch "Eine kulinarische Weltreise - 225 köstliche Rezepte" (vollständige bibliographische Angaben > hier <, man findet den Schweinebraten im Kapitel "Fleisch" auf Seite 283 und die Brötchen im Kapitel "Brot und Gebäck" auf Seite 45).



2 Kommentare:

  1. Das ist ein tolles Rezept! Diese "pork buns" habe ich in Berlin mal gegessen und werde sie demnächst mal ausprobieren.

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    1. Dankeschön! Dann hoffe ich, dass sie Dir gefallen werden! : )

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