Gerettet: Omas Kappes-Eintopf


Es gibt ein paar Gerichte, die ich ganz stark mit meiner Oma Elfriede verbinde: Labskaus, Feldsalat mit Walnüssen, Heringsfilets in Sahnesauce oder russische Eier, zum Beispiel. Allerdings habe ich nur ein einziges erhaltenes handschriftliches Rezept von ihr: Kappes-Eintopf! Dieses Rezept schrieb sie vor Jahren, vermutlich vor Jahrzehnten, einmal für ihre Schwiegertochter auf- also meine Mutter. Und die wiederum gab mir das Rezept bei meinem letzten Besuch..

Als sich nun die liebe Rettungstruppe dafür entschied, gebundene Suppen und Eintöpfe zu retten, da wusste ich, dass es dieses Rezept sein soll.



Omas Kappes Eintopf


Für einen großen Topf (für gut 6 Portionen, vielleicht auch mehr):

 

Also:

-ein großer Weißkohlkopf
-750 g Kartoffeln
-750 g Hackfleisch (ich hab Gemischtes genommen)
-250-500 ml Wasser (ich habe 500ml genommen)
-ich habe den Kümmel weggelassen.
-Salz, Pfeffer, Öl

Zubereitung:

 

Den Weißkohl kleinschneiden. Die Kartoffel schälen und ebenfalls kleinschneiden.

Beides abwechselnd in einen großen Topf schichten, salzen und pfeffern und mit dem Wasser angießen.
Zum Kochen bringen und mit geschlossenem Deckel rund eine Stunde köcheln lassen. Dabei immer mal wieder umrühren.

Das Hackfleisch mit Salz und Pfeffer würzen und im Öl separat anbraten, sodass es rundherum braun ist.

Wenn die Kartoffeln und der Kohl nach einem Stündchen gar sind, mit einem Stampfer zerdrücken. Das Hackfleisch untermischen und den Eintopf noch einmal mit Salz und Pfeffer und evtl. etwas Muskatnuss abschmecken. Noch ein Viertelstündchen durchziehen lassen und der Eintopf kann serviert werden.


Ein ganz einfaches Rezept, was aber auch einfach gut ist.

Lasst es Euch schmecken!
Eure








Lasst uns nun mal nachschauen, was meine Mitretter so zubereitet haben:


Bei Genial Lecker gibt es heute eine Blumenkohlcremesuppe,
die giftigeblonde bringt eine Wildschwein-Gulaschsuppe mit,
eine Französische Zwiebelsuppe überbacken gibt es bei Aus meinem Kochtopf und
Feinschmeckerle hat eine Petersilienwurzel-Karotten-Kartoffel-Suppe gekocht.

Einen winterlichen Gemüsetopf mit Gänsefleisch hat Obers trifft Sahne dabei,
bei Anna Antonia gibt es eine Gemüsesuppe à la mode Jeunesse,
Was du nicht kennst... bringt einen Kartoffeleintopf mit Paprika und Möhren mit und
auchwas hat Borschtsch gemacht!

brotbackliebeundmehr hat eine Lauch-Rahm-Suppe mit Grünkern gemacht,
eine Käse-Lauch Suppe mit Gorgonzola gibt es bei katha-kocht!,
Jankes*Soulfood hat eine Gemüse-Gulaschsuppe mitgebracht und
Barbaras Spielwiese hat eine Tomatencremesuppe gekocht.

Bei kebo homing gibt es einen Gemüseeintopf mit Selchfleisch,
our food creations hat Grumbeersupp mit Woi in die Runde gestell,
bei Fliederbaum steht eine orange Suppe mit roten Linsen auf dem Tisch und
eine Kartoffelsuppe aus dem Slowcooker bietet thecookingknitter an.

 


25 Kommentare:

  1. Oh ja ich kenne das auch von meiner Oma und dieser Krauttopf ist einfach und gut. Ich finde es klasse das Du ihn nach Deiner Oma benannt hast und hier gerettet.
    Ein wunderschönes Wochenende und herzliche Grüße
    Ingrid

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    1. Danke liebe Ingrid! Ich freue mich immer wieder, dabei zu sein! :)

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  2. Oh das klingt ja richtig gut- ich hab sowas Ähnliches schonmal mit Brot anstelle Kartoffeln gemacht und Käse, das war auch fein.

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    1. Ohja, Brot und Käse klingen auch gut dazu. Nur meine Oma hätte man mit -geschmolzenem!- Käse jagen können. Verrückt, oder? Ich könnte fast alles mit Käse überbacken! ;)

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  3. Hallo! Das ist ja witzig, so einen ähnlichen Eintopf/Suppe gab es bei uns letzte Woche erst. So kleine, alte Zettelchen mit Rezepten, handgeschriebene Rezeptebücher etc. das ist schon wirklich was tolles :)

    Viele Grüße,

    Jasmin

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    1. Liebe Jasmin,

      ja - ein echtes Klassiker, auch wenn die Zubereitung manchmal etwas variiert. Immer wieder gut.
      Liebe Grüße,
      Marie-Louise

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  4. Eintopf mit Kohl geht immer! Wärmt und schmeckt gut.

    Schade, dass Du nur ein handgeschriebenes Rezept von Deiner Oma hast, ich habe da mehr Glück gehabt und eine ganze Kladde mit Rezepten geerbt.

    LG Andrea

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    1. Liebe Andrea,
      ja, das ist wirklich schade. Von meiner Großtante hingegen habe ich wesentlich mehr Rezepte geerbt und durchstöbere diese immer mal wieder. Ich liebe alte Familienrezepte!

      Alles Liebe!
      Marie-Louise

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  5. Das Rezept ist wirklich super einfach, klingt aber auch total lecker! Da muss dann wirklich keiner mehr zur Dose greifen. Ich würde auf jeden Fall ein Tellerchen nehmen. :)

    Liebe Grüße,
    Katha

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    1. Ja, manchmal sind gerade die ganz einfachen Sachen die besonders Guten! : )

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  6. Wenn ich (nur ganz kurz) ein bisschen Klugscheißen darf:
    Die Sache mit dem Kümmel solltest Du nicht so auf die leichte Schulter nehmen und diesen einfach weglassen.
    Kümmel sorgt für bessere Verträglichkeit in Weißkrautgerichten. Das wussten schon unsere Uromas. Weshalb der immer in der Rezeptur steht!

    Mit leckerem Gruß, Peter

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    1. Lieber Peter,

      vielen Dank für Deinen Hinweis. Ich weiß natürlich, wozu Kümmel gut ist. Da meine Familie aber keinen Kümmel mag, lasse ich ihn lieber weg (wie schon beim Zwiebelkuchen). Was nützt mir denn ein großer Topf Eintopf, wenn ihn keiner mag? Und unsere Verdauung macht es glücklicherweise mit. : ) So ein Glück!
      Liebe Grüße,
      Marie-Louise

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  7. Omas Rezepte sind die besten! Schön, dass Du dieses "geerbt" hast. Das merke ich mir mal - so langsam geht's los mit Kohl.

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    1. Ja, ich liebe alte Rezepte aus der Familie! Danke für Deinen Kommentar! :)

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  8. Liebes Rettungstrupp-Patenkind :-)
    Ich war schon ganz gespannt auf dein Rezept von Oma. Mit solch einer Hausmannskost kann man mich einfach immer begeistern und du hast völlig Recht, manchmal sind es genau diese Gerichte, die am besten schmecken. Perfektes Seelenfutter, allein durch die Erinnerungen, die einem dabei durch den Kopf gehen.
    Ganz liebe Grüße
    Janke

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    1. Liebe, liebe Janke,
      danke für Deinen Kommentar zu meinem Familienrezept. Passend dazu fand ich in einer Photokiste ein paar alte Negativstreifen alter Filme mit vielen tollen Bildern meiner Kindheit und sogar welchen meiner Großmutter. Es war also ganz und gar ein Schwelgen in Erinnerungen!
      Alles Liebe!
      Marie-Louise

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  9. Geniales Rezept!! Leider hat meine Tante die Rezepte meiner Oma bekommen. Ich habe da nur wenig!

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    1. Danke, liebe Rike. Das ist natürlich schade. Aber gerade wenn es nur wenige Rezepte sind, die uns bleiben, müssen wir sie umso besser schützen!

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  10. Einfache Hausmannskost und ich mag die einfachen Dinge... hüte den Zettel... schöne Erinnerung (ich habe das Glück, ein ganzes handgeschriebenes Kochbuch unserer "Uroma" zu haben und erfreue mich oft daran:-))
    Liebe Grüße, Kebo

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    1. Danke, liebe Kebo! Ein ganzes handgeschriebenes Buch, das ist natürlich besonders toll. Ich sammel ja alte handschriftliche Kochbücher und habe ein paar von irgendwelchen fremden Familien - ganz besondere Schätze, finde ich! Ich sollte wieder viel mehr nach so alten Rezepten kochen...
      Liebe Grüße,
      Marie-Louise

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  11. Omas Rezepte sind die besten, das zeigt dein Eintopf ganz deutlich!
    Ich hab von der Oma meines Mannes ein Kochheft da, handgeschrieben, noch in dieser alten Schrift.
    Ich selber habe eines von mir aus der Schule, bin gespannt ob meine Enkelkinder daraus mal was nachkochen werden ggg

    lg. Sina

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    1. Lieben Dank, Sina! Ich beschäftige mich ja nebenbei im Studium und bei der Arbeit mit den alten Handschriften - wenn Du also mal Hilfe beim Entziffern brauchen solltest, frag ruhig! Es ist schön, dass ihr diese alten Schätze so bewahrt - und auch Du ein eigenes Buch angelegt hast!
      Liebe Grüße,
      Marie-Louise

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  12. Ich habe ja gerade meine Liebe zum Weißkohl entdeckt! Da passt die Oma Kappes Variante ganz ausgezeichnet :-)

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    1. Ohja, die ist nämlich wirklich fein! Ich kann sie Dir sehr empfehlen! :)

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  13. Deine Oma wusste schon was schmeckt. So einen ähnlichen Eintopf kennen wir auch in Thüringen, sehr leckere Mahlzeit im Winter.

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